Stellungnahme

Die erneuten Zeugnisse brutaler rassistischer Gewalt in den USA in Form der Ermordung von George Floyd und zahlreicher anderer Menschen haben eine weltweite Protestbewegung ausgelöst.

Sozial-, Geistes-, Sprach- und Politikwissenschaftler/innen befassen sich intensiv mit den historischen und gegenwärtigen Prozessen, die zu Formen struktureller Ungleichheit führten und sie reproduzieren. Sie analysieren gegenwärtige Mechanismen sozialer Ausgrenzung und verfügen über Methoden, Konzepte und Theorien, um solche Prozesse sichtbar und verstehbar zu machen. Daraus erwächst für sie, gerade auch in Deutschland, eine besondere gesellschaftliche Verantwortung.

Die Mitarbeiter/innen des Instituts für Afrikastudien der Universität Leipzig stellen sich dieser Verantwortung. Mit den Mitteln wissenschaftlicher Analyse und kritischer Auseinandersetzung setzen wir uns konsequent dafür ein, zur Aufarbeitung historischer Prozesse wie der kolonialen Vergangenheit beizutragen, Ungleichheitsstrukturen und Mechanismen sozialer Exklusion sichtbar zu machen und solchen im akademischen Feld entgegenzuwirken. Dazu gehört auch die selbstkritische Aufarbeitung kolonialer Verstrickungen und gegenwärtiger Ungleichheitsstrukturen in den Afrikawissenschaften.

Das IAS stellt sich entschieden allen Formen rassistischer Ausgrenzung entgegen und solidarisiert sich mit allen, die sich dem Kampf gegen Rassismus verschrieben haben.