Leipzig und Paris mit einem ERC Starting Grant: Sprache als Archiv

Ari Awagana croppedAri Awagana, Linguist am Institut für Afrikastudien/Universität Leipzig und Camille Lefebvre, Historikerin bei IMAF (CNRS) in Paris werden im Januar 2018 mit dem interdisziplinären ERC Starting Grant „LANGARCHIV: Language as Archive" über Hausa- und Kanuri-Manuskripte starten.

Diese bisher weitgehend ignorierten Texte sind bedeutsam als Quellen für die Geschichtsschreibung des Zentralsudans, die 18. und 19. Jahrhundert von europäischen Sprachforschern über den zentralen Sahel sorgfältig datiert und archiviert wurden. Im Projekt geht es darum, diese wertvollen Hausa- und Kanuri- Ajami-Texte als Material zur Rekonstruktion der Geschichte dieser Region und der Untersuchung seiner Sprachen aufzuarbeiten. Die wichtigsten Ziele des Projekts sind: (1) Analyse eines vordefinierten Korpus von Hausa- und Kanuri-Sprachquellen; (2) Übersetzung ausgewählter Texte dieses Korpus; und (3) Erstellung neuer empirischer Daten und konzeptioneller Hypothesen für die Erforschung der Geschichte des zentralen Sahel im 18. und 19. Jahrhundert. Ari Awagana und Camille Lefebvre, zwei international renommierte Wissenschaftler*innen, sind auf die sprachliche Erforschung von Hausa und Kanuri, Geschichte und Gesellschaft des zentralen Sahel spezialisiert.

Für das Projekt mit einem Gesamtumfang von 1,500,000 € ist zunächst eine Laufzeit von 5 Jahren vorgesehen. Rund 300'000 € davon gehen direkt an die Universität Leipzig.